Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Sind Stripper*innen Sexworker?

Sind Stripper*innen Sexworker?

Sind Stripper*innen Sexworker?
Die Net­work of Sex Work Pro­jects (NSWP), ein Zusam­men­schluss von Sex­ar­beits­ver­bän­den welt­weit in dem der BesD Mit­glied ist, hat neu­lich eine Abstim­mung zum The­ma Mit­glied­schafts­kri­te­ri­en gehal­ten. Die Fra­ge war, ob Ver­bän­de mit Mit­glie­dern in jeg­li­chem ero­ti­schen Dienst­leis­tungs­be­reich eine Voll­mit­glied­schaft beim NSWP bean­tra­gen dür­fen sol­len. Das heißt, auch Ver­bän­de in denen die Mehr­heit der Mit­glie­der Pornodarsteller*innen oder Stripper*innen sind, sol­len Voll­mit­glie­der beim NSWP sein dür­fen und nicht aus­schließ­lich Ver­bän­de mit Full-ser­vice Sex­ar­bei­ten­den, wo der Kun­de beim Akt per­sön­lich anwe­send ist. Hier der offi­zi­el­le Abstim­mungs­text: „Full voting mem­ber­ship should be given to sex worker-led orga­ni­sa­ti­ons that are made up of indi­vi­du­als who enga­ge in sexu­al labour of any kind and who self-defi­ne as ‘sex workers’? Yes or No“ Der Hin­ter­grund für die­se Abstim­mung: Bei sei­nem letz­ten Vor­stands­tref­fen Ende April, gab es eine Dis­kus­si­on zum Umfang des Begriffs “Sexarbeiter*in”. Es kam zwar zu kei­nem Kon­sens dar­über, jedoch hat der Vor­stand beschlos­sen, künf­tig Mit­glied­schafts­an­trä­ge von Por­no­ver­bän­den abzu­leh­nen. Eine Strip­per­kol­lek­ti­ve hat­te sich auch kurz vor dem Tref­fen bewor­ben und wur­de ledig­lich sowas wie eine Ehren­mit­glied­schaft ange­bo­ten, ohne Wahl­recht. Im Pro­to­koll des Vor­stands­tref­fens steht nun, dass die Voll­mit­glied­schaft nur Sex­ar­beits­ver­bän­den ange­bo­ten wird, die von Sexarbeiter*innen geführt wer­den, deren Dienst­lei­tung einen “inti­men, kör­per­li­chen und per­sön­li­chen Kon­takt mit dem Kun­den erfor­dert.” Die­se Ent­schei­dung lös­te eine wochen­lan­ge Email­de­bat­te über den NSWP-Ver­tei­ler aus. Letzt­end­lich beschloss der Vor­stand die­se Mit­glied­schafts­richt­li­nie zur Wahl zu stel­len, wes­halb es eine Abstim­mung gege­ben hat. Der BesD stimm­te mit „Ja“ ab, da wir der Ansicht sind, dass Men­schen, die ero­ti­sche und sexu­el­le Dienst­leis­tun­gen anbie­ten, sich nicht wegen Unter­schie­de in der Art ihrer Dienst­leis­tun­gen abgren­zen soll­ten. Wir sind alle dem glei­chen gesell­schaft­li­chen Stig­ma aus­ge­setzt, egal ob wir Geschlechts­ver­kehr mit Frem­den gegen Geld haben oder uns „nur“ vor Frem­den aus­zie­hen und nackt auf einer Büh­ne tan­zen. Für die meis­ten Leu­te ist das was wir machen schmäh­lich, eke­lig, per­vers, abstoßend…wir leben immer noch in einer Gesell­schaft, in der es ver­pönt wird, mit sei­ner Sexua­li­tät Geld zu ver­die­nen, auch wenn so vie­le ande­re zwi­schen­mensch­li­che Inti­mi­tä­ten schon kom­mer­zia­li­siert wor­den sind. Das dür­fen wir lei­der nicht ver­ges­sen. Wir kön­nen uns es ein­fach nicht leis­ten, uns im Kampf für mehr Rech­te und Aner­ken­nung abzu­spal­ten. Anstatt uns auf unse­re Unter­schie­de zu kon­zen­trie­ren, soll­ten wir unse­re Gemein­sam­kei­ten bes­ser erken­nen und zusam­men­hal­ten. Wir freu­en uns sehr, dass die ande­ren Sex­ar­beits­or­ga­ni­sa­tio­nen das auch so sehen und für die Inklu­si­on ver­schie­de­ner Berei­che im Sex- und Ero­tik­ge­wer­be als Voll­mit­glie­der im NSWP gestimmt haben.