Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Trotz Lockerungen: Corona-Krise zeigt Diskriminierung von Sexarbeitenden

Trotz Lockerungen: Corona-Krise zeigt Diskriminierung von Sexarbeitenden

Trotz Lockerungen: Corona-Krise zeigt Diskriminierung von Sexarbeitenden
Nach unzäh­li­gen Demons­tra­tio­nen und Pro­tes­ten von Sex­ar­bei­ten­den ist es die­se Woche end­lich zu Locke­run­gen für die Bran­che gekom­men. Die Län­der Sach­sen-Anhalt und Nie­der­sach­sen haben ent­schie­den, dass Pro­sti­tu­ti­ons­stät­ten wie­der öff­nen dür­fen. Gegen den Wider­stand der Entscheidungsträger*Innen muss­te in NRW erst das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt durch­set­zen, dass die Unter­sa­gung von sexu­el­len Dienst­leis­tun­gen „gegen den Grund­satz der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit“ ver­sto­ße und „kei­ne not­wen­di­ge Schutz­maß­nah­me“ sei. Der Nor­den beschloß, dass Sex­ar­beit in Ham­burg, Schlew­sig­hol­stein und Bre­men ab 15. Sep­tem­ber wie­der erlaubt sein soll. Trotz nach­voll­zieh­ba­rer Erleich­te­rung nach bei­na­he 6 Mona­ten Arbeits­ver­bot, bleibt bei Sex­ar­bei­ten­den ein bit­te­rer Nach­ge­schmack. Durch die Coro­na-Kri­se ist erneut sehr deut­lich gewor­den, dass Sex­ar­beit in Deutsch­land noch weit von einer brei­ten gesell­schaft­li­chen und poli­ti­schen Aner­ken­nung ent­fernt ist. Es bestehen enor­me Vor­ur­tei­le gegen­über, und ein man­geln­der poli­ti­scher Wil­le zur Ver­tei­di­gung der Rech­te von Men­schen in der Sex­ar­beit, das zeigt nicht zuletzt die ekla­tan­te Ungleich­be­hand­lung in der Kri­se im Ver­gleich zu ande­ren Bran­chen. Zudem gibt es hier­zu­lan­de wie­der stark zuneh­men­de Debat­ten über ein gene­rel­les Ver­bot der Sex­ar­beit. Der Berufs­ver­band lehnt ein sol­ches ent­schie­den ab und unter­stützt den am 08.09. in NRW von FDP und CDU gestell­ten Antrag gegen das Schwe­di­sche Modell. Kom­ple­xe Sach­ver­hal­te wer­den von Befürworter*Innen des Sexkauf­ver­bo­tes undif­fe­ren­ziert in den Topf der „Zwangs­pro­sti­tu­ti­on“ gewor­fen. Völ­lig egal, ob es sich um die Bekämp­fung von Straf­ta­ten wie Men­schen­han­del, sexu­el­le Aus­beu­tung und Frei­heits­ent­zug han­delt, um die sys­te­mi­sche Unge­rech­tig­keit gegen­über mar­gi­na­li­sier­ten Sex­ar­bei­ten­den in Deutsch­land, um die feh­len­de juris­ti­sche Hand­ha­be bei kom­ple­xe­ren For­men der Aus­beu­tung (Stich­wort: Lover­boys), oder um Sex­ar­bei­ten­de, die schlicht ihr Recht ver­tei­di­gen, der von ihnen gewähl­ten Arbeit nach­ge­hen zu dür­fen. Sexarbeitsgegner*Innen ver­su­chen die unter­schied­li­chen Berei­che der Bran­che gegen­ein­an­der aus­zu­spie­len, spie­len Moral­po­li­zei und leug­nen die Agen­cy und Kon­sens­fä­hig­keit von Sexarbeiter*Innen. All dies zeigt: Wir Sex­ar­bei­ten­den brau­chen eine star­ke Ver­tre­tung. Die gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung und Ver­net­zung unter Sexarbeiter*Innen, sowie der Aus­bau und die Finan­zie­rung von akzep­tie­ren­den Bera­tungs­stel­len sind wich­ti­ger denn je. Der BesD ist die bis­her größ­te der­ar­ti­ge Orga­ni­sa­ti­on in Euro­pa und 100% orga­ni­siert und gelei­tet von Sex­ar­bei­ten­den. Alle, die selbst als Sexarbeiter*Innen arbei­ten oder gear­bei­tet haben, kön­nen Mit­glied im Berufs­ver­band wer­den. Anonym und kos­ten­los —  im Rah­men einer ein­jäh­ri­gen und unver­bind­li­chen Schnup­per­mit­glied­schaft. Spä­tes­tens seit Coro­na ist klar: Wenn wir als Sex­ar­bei­ten­de nicht aktiv um unse­re Rech­te kämp­fen, tut es sonst nie­mand.