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2. Juni: Hurentag

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Was mich an den Abolitionistinnen am meisten stört, ist ihre Scheinheiligkeit.

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Dies ist ein Bei­trag von unse­rem Mit­glied Salo­mé Bal­thus: Nein, sie has­sen Sex­ar­bei­te­rIn­nen nicht. Sie glau­ben nur nicht, dass es sie gibt. Pro­sti­tu­ier­te sind für sie näm­lich kei­ne Frau­en, die arbei­ten, son­dern Frau­en, denen Gewalt ange­tan wird. Sie sehen in uns Opfer, kei­ne han­deln­den Sub­jek­te. Dass sie uns dadurch selbst die Gewalt antun, die sie dem Patri­ar­chat zuschrei­ben, sehen sie nicht. Nein, sie wol­len uns nicht kri­mi­na­li­sie­ren. Nur unse­re Kun­den. Sie wol­len uns nicht den Job weg­neh­men. Sie wol­len nur, dass uns nie­mand mehr dafür bezahlt. Nein, sie has­sen Aus­län­der nicht. Sie wol­len sie nur nicht in ihrer Stadt und in ihrem Land. Das zu sagen fällt leich­ter, wenn es sich bei den Aus­län­dern um Sex­ar­bei­te­rIn­nen han­delt. Sie behaup­ten dann, die­se Frau­en wür­den ja selbst am liebs­ten gar nicht da sein. Sie behaup­ten, die­se Frau­en wür­den am liebs­ten zurück nach Hau­se, in einen anstän­di­gen Job im Krei­se ihrer Fami­li­en. Dass es gera­de die­se Fami­li­en sind, um derent­wil­len die­se Frau­en in den rei­chen Län­dern Geld ver­die­nen, sehen sie nicht. Nein, sie ver­schlie­ßen nicht die Augen vor dem Elend. Sie den­ken nur, wenn die­se Frau­en schon in Deutsch­land (Schwe­den, Nor­we­gen, Frank­reich, whe­re ever) sind, dann sol­len sie wenigs­tens unsicht­bar sein. In Bil­lig­sek­tor-Jobs ver­schwin­den. Sie fin­den es ok, wenn jun­ge Ost­eu­ro­päe­rin­nen ihnen schwarz die Woh­nun­gen put­zen, aber nicht, wenn die Ost­eu­ro­päe­rin­nen für das sel­be Geld mit deut­schen Män­nern schla­fen. Dass sich hin­ter die­sem über­grif­fi­gen Pater­na­lis­mus blan­ker Unter­schicht­se­kel ver­birgt, sehen sie nicht. Nein, sie sind kei­ne Fein­din­nen der Sexua­li­tät. Nur mora­lisch muss es zuge­hen. Sie ste­hen den sexu­el­len Frei­heits­be­dürf­nis­sen offen gegen­über. Nur müs­sen die zum christ­li­chen Fami­li­en­bild pas­sen. Eine Frau muss mit ihrem Kör­per tun kön­nen, was sie will! Außer mit ihrer hei­li­gen Vagi­na. Der Kör­per einer Frau gehört ihr allein — es sei denn, sie will ihn ver­kau­fen. Dass genau das dem patri­ar­cha­len Bild ent­spricht, nach dem eine Frau ihren Kör­per den Insti­tu­tio­nen von Fami­lie und Staat zur Ver­fü­gung zu hal­ten hat, sehen sie nicht. Nein, Sie sind nicht gegen die libe­ra­le Gesell­schaft. Sie wol­len nur, dass allein die Din­ge erlaubt sind, die ihnen gefal­len. Dass die Geset­ze dazu da sind, ihnen das Land zu schaf­fen, das sie sich wün­schen. Dass Staa­ten, in denen alle einer Mei­nung sind, in kei­ner wei­ter ent­wi­ckel­ten Zivi­li­sa­ti­on bestehen, sehen sie nicht. Und ich glau­be, sie sehen es wirk­lich nicht. Sie sind nicht mal zynisch. Sie sind ein­fach nur rechts.