Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Immer mehr Prostitutionsbetriebe pleite: Arbeits-Risiko für Sexarbeitende steigt

Immer mehr Prostitutionsbetriebe pleite: Arbeits-Risiko für Sexarbeitende steigt

Immer mehr Prostitutionsbetriebe pleite: Arbeits-Risiko für Sexarbeitende steigt
Bereits ein hal­bes Jahr herrscht in den meis­ten deut­schen Bun­des­län­dern ein strik­tes Berufs­ver­bot für Sexarbeiter*Innen. Wäh­rend zöger­lich die ers­ten Locke­run­gen ein­ge­führt wur­den, stellt sich dem Groß­teil der Men­schen in der Sex­ar­beit lang­sam die Fra­ge, ob sie über­haupt noch Arbeits­plät­ze haben wer­den, an die sie zurück­keh­ren kön­nen. Das von Moralist*Innen und Sexarbeitsgegner*Innen for­ciert andau­ern­de Ver­bot von Sex­ar­beit zeigt sich nun in aller Klar­heit als sys­te­ma­ti­sches Aus­blu­ten las­sen einer gan­zen Bran­che. Ins­be­son­de­re klei­ne und mit­tel­gro­ße Betrie­be wer­den durch das Coro­na-beding­te Berufs­ver­bot irre­pe­ra­bel geschä­digt. Gera­de Eta­blissments, die von ehe­ma­li­gen oder selbst akti­ven Sex­ar­bei­ten­den geführt wer­den, sind auf­grund oft fai­rer Arbeits­be­din­gun­gen und fami­liä­rer Atmo­sphä­re als Arbeits­plät­ze beliebt. Die­se Betreiber*Innen wer­den in den Ruin getrie­ben; dort arbei­ten­de Sexarbeiter*Innen sind auf sich allein gestellt und müs­sen grö­ße­re Risi­ken, gerin­ge­ren Schutz und unge­wohn­te Arbeits­wei­sen in Kauf neh­men. Auch die soge­nann­ten „Mega-Bor­del­le“, die gro­ßen Arbeit­ge­ber der Bran­che, sind an ihrem finan­zi­el­len Limit ange­langt. Das „Baby­lon“, Ham­burgs größ­tes Bor­dell, muss­te auf­grund der feh­len­den Ein­nah­men bereits Anfang August dicht machen. Jetzt gibt auch Euro­pas größ­tes Bor­dell auf — das bekann­te „Pascha“ in Köln gibt an, inner­halb der nächs­ten Mona­te Insol­venz anmel­den zu müs­sen, die feh­len­de ver­läss­li­che Öff­nungs­per­spek­ti­ve mache eine Pla­nung unmög­lich. Für die rund 100 Sex­ar­bei­ten­den, die nor­ma­ler­wei­se im „Pascha“ arbei­ten, fal­len die Sicher­heits­vor­keh­run­gen inner­halb des Bor­dells, die gewohn­ten Arbeits-Abläu­fe, der Aus­tausch mit Kolleg*Innen sowie eine nach Hygie­ne-Vor­schrif­ten gere­gel­te Umge­bung weg. So wie alle ande­ren Sex­ar­bei­ten­den, deren Arbeits­plät­ze geschlos­sen sind, sind sie gezwun­gen, jetzt aus ihren pri­va­ten Woh­nun­gen her­aus oder in den Woh­nun­gen von Kun­den zu arbei­ten: Ohne Hygie­ne-Kon­zept, ohne Schutz­sys­te­me, ohne Rück­halt und — auf­grund der der­zei­ti­gen Ille­ga­li­tät ihrer Arbeit — ohne im Fall von Erpres­sung oder Gewalt Schutz vom Staat in Anspruch neh­men zu kön­nen. Die Dis­kri­mi­nie­rung und Dif­fa­mie­rung von Sexarbeiter*Innen im Rah­men der Coro­na-Kri­se führt also nicht „nur“ dazu, dass eine gan­ze Bran­che plei­te geht – sie per­ver­tiert dar­über hin­aus auch jeg­li­chen Schutz­ge­dan­ken sowie das Prin­zip der Gleich­be­hand­lung.
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