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Unter dem roten Regenschirm – News vom BesD e.V. | 01. Juli 2020

Hallo zusammen,

unter dem vom BesD gestarteten Hashtag #RotlichtAN demonstrierten Sexarbeiter*innen, Beratungsstellen, Sexdienstleistungs-Betriebe und Unterstützer*innen am diesjährigen Hurentag für mehr Gerechtigkeit und mehr Rechte für Sexarbeiter*innen.

Gleichzeitig bringt das Berufsverbot während der Corona-Zeit verstärkt Befürworter*innen des Schwedischen Modells auf das Spielfeld. Wir arbeiten an allen Fronten intensiv gegen ein Sexkaufverbot und für das Recht, als Branche endlich auch Corona-Lockerungen zu erfahren.

Mehr über den Stand der Dinge für Sexworker und über die Verbandsarbeit erfährst du im aktuellen Newsletter.

Herzlichst,

Dein BesD-Team


#Hilfe gesucht – Nothilfe-Fonds in der Krise

Mithilfe der Spenden an den BesD Nothilfe Fonds konnten wir über 125.000 Euro an Sexarbeitende in Not auszahlen. Nun ist das Geld alle, aber die Krise dauert an. 

Neben privaten Spender*innen suchen wir geeignete Ansprechpartner*innen z.B. von Stiftungen, die weiterhelfen könnten und wollen. Du hast Tipps oder gar einen persönlichen Kontakt für uns? Bitte melde dich bei unserer Mitarbeiterin Tamara unter tamara@besd-ev.de oder +49 179 416 7883 (sms, whatsapp, telegram)

 


#Termine

  • 03.07. | Berlin, Leipziger Straße 3-4 | ab 08:30 Uhr | Protest gegen Arbeitsverbot: Sexarbeiter*innen protestieren gemeinsam mit Betreiber*innen vor dem Bundesrat in Berlin für eine Aufhebung des Arbeitsverbots -> hier geht es zu unserer Pressemeldung
  • 09.07. | Online | 21:00 – 22:30 | Berlin Strippers Collective Show
    Unter dem Motto „United We Strip“ erwartet dich ein glamouröses, sexy, unerhörtes Spektakel mit verführerischen Tänzer*innen, einem Mix aus Strip Shows und Comedy. Hier liest du mehr. Karten für das Soli-Event gibt es hier. PS: Das Berlin Strippers Collective hat jetzt auch einen Patreon-Account.

#Wissenswertes

  • Stand der Dinge: Das Corona-Chaos bleibt leider weiter bestehen – während in Berlin, Bremen, Hamburg, NRW, Saarland und Schleswig-Holstein explizit jede Art von Sexarbeit verboten ist, gibt es uneinheitliche Regelungen und große Unsicherheiten in den anderen Bundesländern. Nach wie vor gibt es deutschlandweit keine sichere Arbeitsgrundlage. In dem Blogbeitrag „Ist eigenständige Sexarbeit in einigen Bundesländern erlaubt oder nicht?“ liest du mehr.
  • Diskriminierung: Während viele Branchen von Corona-Lockerungen profitieren, bewegt sich bezüglich der Sexarbeit wenig bis nichts:  Während Nachbarländer wie die Schweiz, Belgien, Österreich, Tschechien und die Niederlande Sexarbeit bereits insgesamt wieder erlaubt haben, bietet die hiesige Politik keine Perspektiven für die Wiedereröffnung von Prostitutionsstätten und beraubt damit den Großteil der Sexarbeitenden ihrer Arbeitsplätze. Eine geplante Öffnung in Rheinland-Pfalz wurde nach Verkündigung wieder zurückgenommen.
  • Faktencheck zu Verbots-Argumenten: Die GSSG hat vor kurzem einen Faktencheck zu den Argumenten der Sexarbeits-Gegner*innen veröffentlicht.

#Lobbyhuren

  • Erfolgreiche Aktion #RotlichtAN: Unter diesem Hashtag starteten wir gemeinsam mit dem Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (Bufas e.V.) und weiteren Kooperationspartnern, Aktionen zum Hurentag. Twitter- und Facebook-Feeds wurden mit #RotlichtAN nahezu überflutet, unzählige Kolleg*innen und Unterstützer*innen erstellten eigene Profilbilder und nicht nur der Stern berichtete – mehr Berichte zur #RotlichtAN-Aktion findest du weiter unten in den Schlagzeilen.
  • Taktloser Angriff aus dem Bundestag: Ein Zusammenschluss aus Abgeordneten bemüht(e) sich nach Kräften, ein Sexkaufverbot im Fahrtwind der Corona-Krise durchzuboxen. Hier geht es zu unserer Stellungnahme.
  • Hygiene-Konzept für Sexarbeit während Corona: Wir fordern die Gleichbehandlung von Sexarbeit mit vergleichbaren körpernahen Dienstleistungen und haben uns mit unserem Hygiene-Konzept an die Bundesländer und die zuständigen Behörden gewendet.

Neues aus unserem Blog

Ich+habe+in+der+Sexarbeit+Gewalt+erfahren+-+warum+ich+mich+deshalb+f%C3%BCr+Sexworker+und+gegen+Sexkaufverbote+engagiere

Ich habe in der Sexarbeit Gewalt erfahren – warum ich mich deshalb für Sexworker und gegen Sexkaufverbote engagiere

Als Sexarbeiterin habe ich in vielen Bereichen gearbeitet, unter anderem in Bordellen, als Escort und als Porno- Darstellerin. Zurückgeblieben sind mehr schlechte als gute  Erinnerungen…WEITERLESEN

Gedanken zum ON/OFF bei den Corona-Lockerungen in Rheinland-Pflalz

Ich schreibe Ihnen heute mit drei Gefühlen, möchte Ihnen meine Gedanken zur o. g. Thematik mitteilen und habe wichtige Fragen an Sie. Meine Gefühle sind Wut, Angst und Enttäuschung… WEITERLESEN

I Trafficked Myself to Germany

I am wearing a coral necklace that I bought when I visited the town in Sicily where my father was born—the town from which he emigrated—when he was 3 years old. I wear it to remind me of the strength my grandfather must have had to leave everything he knew behind …  WEITERLESEN


Mach mit bei „Meet a Sexworker“.

Ab einer Mindestsumme von 150 Euro zugunsten des BesD kannst Du an unserer „Meet a Sexworker“-Aktion teilnehmen und erhältst die Gelegenheit, eine Sexarbeiterin privat und „außerhalb der Arbeitszeit“ im Rahmen eines 60-minütigen Treffens kennenzulernen.

Je nachdem wie es Dir besser passt, können wir uns im Text-Chat, oder vor der Webcam treffen. Die perfekte Gelegenheit um im Home Office zu prokrastinieren – und das auch noch für einen guten Zweck!

Unterstütze uns mit Deiner Spende.

Der absolute Großteil der Arbeit des BesD wird von ehrenamtlichen Helfer*innen in ihrer Freizeit geleistet.

Um auch weiterhin die Rechte von Sexarbeitenden zu stärken, bewerben wir uns als Verein um Fördergelder und suchen stetig nach Verbündeten, die bereit sind uns finanziell den Rücken zu stärken.

Du kannst die Arbeit des Berufsverbandes für erotische und sexuelle Dienstleistungen sowohl mit einer einmaligen als auch einer regelmäßigen Spende unterstützen:

Kontoverbindung des BesD e.V.

IBAN:DE49100500000190290862

BIC:BELADEBEXXX

Paypal: In deinem PayPal Konto gibt es den Reiter „Geld senden”. Um zu spenden, gib einfach unsere Adresse zahlung@besd-ev.de und den gewünschten Betrag ein.

Hilf uns dabei, bekannter zu werden.

Wir haben jede Menge tolle Sticker und Postkarten, die wir gerne zum Auslegen oder Verteilen an dich verschicken. Schreib einfach eine kurze Mail mit der gewünschten Menge und Adresse an charlie@besd-ev.de.

Sprich über uns.

Twitter: @SexworkID

Facebook: BesD – Berufsverband

Instagram: berufsverband-sexarbeit

Öffentliche Aufmerksamkeit hilft uns dabei, unsere Ziele besser durchzusetzen. Wir freuen uns daher sehr, wenn du unsere Beiträge kommentierst, retweetest, teilst oder auf „Gefällt mir” klickst. Vielen Dank!


#Medienspiegel

SCHLAGZEILEN

Diskriminierung: Während viele Branchen von Corona-Lockerungen profitieren, bewegt sich bezüglich der Sexarbeit wenig bis nichts.

Rheinland-Pfalz-Gate: Die versprochene Öffnung der Sexarbeits-Gewerbes fand doch nicht statt.

Hurentag: Mit #RotlichtAn protestierten Sexarbeiter*innen für legales Arbeiten und gegen ein Sexkaufverbot.

Berufsverbot: 16 Bundestagsabgeordnete aus Union und SPD forderten die endgültige Abschaffung der Prostitution im Zuge von Corona.


STIMMEN AUS DER SEXARBEIT


LOKALES, MEINUNGEN, BERICHTE


STIMMEN AUS DER FORSCHUNG UND VON BERATUNGSSTELLEN


BERICHTE ZUR SEXARBEIT AUSSERHALB DEUTSCHLANDS


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